Besichtigung des Zeughausmuseums Schaffhausen

Am Freitag, 14. Juni 2013 trafen sich gegen 16.00 Uhr rund acht Angehörige der Sektion Zürich / Schaffhausen
zur Besichtigung des Zeughausmuseums Schaffhausen.
Nach einer kleinen Einführung zum Gelände und dem Gebäude durch unseren „Reiseleiter“ Jürg Zimmermann,
betraten wir ganz gespannt das besagte Zeughausgebäude Nr. 5 an der Randenstrasse.

Im Erdgeschoss des einstöckigen Gebäudes erwarteten uns eine ganze Anzahl verschiedenster Ausstellungsexponate
(natürlich in Originalgrösse), welche die Geschichte und Entwicklung der Artillerie in der
Schweizer Armee aufzeigten. Angefangen bei einer Kanone aus dem 16. Jahrhundert, über die wunderbaren
Gusseisernen Kanonen der königlichen französischen Staatsgiesserei, bis hin zum modernsten Artilleriegeschützt.
In diesem ersten Teil der Führung lernten wir das eine oder andere Neue über die Artillerie.
Oder wusste jemand von euch, dass zu Napoleonischer Zeit eine Kp mit 12 Geschützen bis zu 300 Pferde
zugeteilt hatte, um Kanonen, Material und Mensch zu transportieren? Diese Tiere mussten selbstverständlich
alle auch irgendwo untergebracht und vor allem verpflegt werden. Für mich als Vorstandsmitglied der
Reitergruppe OGW/OGZU war dies natürlich ein extrem spannender Teil.

Nach dem wir nun wacker durch die Artilleriegeschichte gestapft waren, drangen wir in das Obergeschoss
des Museums vor. Nachdem wir eine Vitrine mit allen jemals in der Schweizer Armee ausgehändigten Ordonanzwaffen
passiert hatten, zeigte uns Herr Zimmermann sein Spezialgebiet: Eine Sammlung von über
160 Blasinstrumente aus dem Zeitraum 1889 bis heute. Viele davon wurden auch in der Armee gebraucht.
Selbstverständlich konnte er sich ein Ständchen nicht verkneifen. Nach diesem musikalischen Intermezzo
ging es weiter zum Uniformen-Ausstellungsraum, wo wiederum beinahe die gesamte Palette der Schweizer
Armee von früher bis heute zu finden war. Dies war nur ein weiterer Höhepunkt auf dieser interessanten
Tour durch die Zeitgeschichte, wer meint, dass es das war, hat sich getäuscht.

Um die Führung würdig abzuschliessen, verschoben wir in einer kurzen Autofahrt zum ehemaligen Gelände
der Georg-Fischer AG ins Mühlental. In einer alten Giessereihalle, abgeschieden von der Menschheit, sind
die ganzen Fahrzeuge des Zeughausmuseums untergebracht. Auch hier gab es wiederum vieles zu entdecken
und genügend Material, um sich an alte Zeiten zu erinnern: Beginnend bei diversen Zweirädern aus
allen Zeitepochen, über Mannschaftstransporter von MOWAG, Berna und Co. bis hin zu den Panzern und
Haubitzen der Neuzeit. Natürlich dürfen auch der Panzer 68 und die Panzerhaubitze M109 in der Sammlung
des Zeughausmuseums nicht fehlen.

Dieser Höhepunkt der Führung bedeutete auch zugleich deren Ende. Mit einer kleinen Abschiedsrede bedankte
sich unser „Reiseleiter“ für das grosser Interesse und liess uns in den verdienten Wochenendurlaub…
Kameradschaftliche Grüsse

Dario Bührer
Technischer Leiter